Institut für Empirische Kulturwissenschaften und Europäische Ethnologie
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Münchner Ethnografische Schriften: Band 25

facetten des Alterns

Alexandra Rau, Irene Götz (Hrsg.) 2017: Facetten des Alter(n)s. Ethnografische Porträts über Vulnerabilitäten und Kämpfe älterer Frauen (= Münchner Ethnografische Schriften Bd. 25). München, 138 S., ISBN 978-3-8316-4241-0, 29,00 Euro


Das Lernforschungsprojekt „Prekärer Ruhestand. Ist Altersarmut weiblich?“ fand im Rahmen einer öfentlichen Porträt-Lesung im Januar 2016 seinen Abschluss. Studierende der Euro-päischen Ethnologie der LMU München haben sich intensiv mit Biografienvon älteren Frauen (nicht nur, aber vor allem) in München beschäftigt.Sie haben mit Hilfe qualitativer Interviews deren gegenwärtige Lebensformen beleuchtet und am Einzelfall nachgespürt, worin spezifisch Problemlagen im Alter – insbesondere von allein wirtschaftendenFrauen – liegen und wie diese jeweils bearbeitet werden. Ausgangspunkt war zunächst die Frage, inwiefern Altersarmut ein spezifsch „weibliches Gesicht“ hat. Denn vor allem Frauen sind von sozialem Abstieg im Alter bedroht: Ihre Erwerbsbiografen – ohnehin oftbrüchig durch Phasen ohne Erwerbsarbeit während der Zeit der Kindererziehung oder Pfegearbeit für die Familie – sind vielfach geprägt von Teilzeitarbeit, von gering qualifzierten oder sozial unabgesicherten Arbeitsformen. Die in diesem Band veröffentlichtenacht ethnografiscen Porträts beleuchten, wie vielschichtig sich „Prekarität“ im Alter von Frauen zeigt; materielle „Armut“ ist dabei nur eine Form der aufte-tenden Vulnerabilitäten.

Weitere Informationen unter: Utz Verlag